Im Glas zeigt der Cloof Lynchpin ein Rubinrot. In der Nase folgt ein edler Duft von Sauerkirschen, Johannisbeeren und etwas Zigarrenbox. Ein sehr feines und edles Aromenspiel.
Am Gaumen packt der Cloof Lynchpin sofort zu. Intensive Aromen von Sauerkirschen und Johannisbeeren nehmen den Gaumen ein. Ein komplexes Aromenspiel entwickelt sich durch Zigarrenkisten-Aromen und ein wenig Pfeffer. Die Tannine zeigen sich kräftig und geben dem Wein ein starkes Rückgrat. Die Säure ist frisch, aber sehr gut in den mittelkräftigen Körper eingebunden.
Das lange fruchtige Finale lässt vermuten, dass dieser Wein noch eine lange Zukunft vor sich hat.
1966 wurden erstmals Weinberge auf Cloof bepflanzt, die 1976 und 1987 erweitert wurden. Zu dieser Zeit war Darling, angrenzend an das Swartland, noch hauptsächlich als Region für Weizenanbau bekannt. Mittlerweile verfügt Cloof über 145 Hektar eigene Weinberge und den kontrollierten Zugriff auf 220 Hektar Weinberge im benachbarten Burghers Post. Im Jahr 2003 wurde Darling als eigenständige Weinbauregion deklariert, was als Anerkennung für den einzigartigen Stil und Qualität der Darling Weine zu sehen ist. "Es gibt einfachere Wege der Weinbereitung, aber wir glauben, dass - unter den örtlichen Bedingungen - Bush Reben nicht nur notwendig, sondern auch ein wichtiger Bestandteil des einzigartigen Stils und der Qualität der Cloof Weine sind." Die Bush-Reben bilden einen Baldachin, der die Trauben vor direkter Sonneneinstrahlung schütz. Der vorherrschende Südostwind belüftet die Weinstöcke tagsüber und der Nebel in der Nacht schützt vor den Winden des Atlantiks. Die ertragsreduzierte Ernte von nur vier Tonnen pro Hektar führt zu kleineren Beeren mit dicker Haut und konzentrierten Aromen. "Die Wurzeln unserer Bush Reben sind bis zu acht Meter tief auf der Suche nach Feuchtigkeit. Daher sind die Reben weniger empfindlich gegen Trockenheit. Aus diesem Grund dauert es etwa fünf Jahre, bevor wir ernten können."